Kiva gewinnt in Deutschland immer mehr an Popularität. Inzwischen berichten die Autoren zahlreicher Internetblogs über das Projekt und über Ihre persönlichen Erfahrungen damit. Wer allein den Suchbegriff „Kiva“ bei Google eingibt, erhält seitenweise Material zu der Peer-to-Peer-Lending-Platform. Dennoch stehen der Nutzung von Kiva erfahrungsgemäß bei vielen Interessenten immer noch die sprachlichen Hürden bei der Klärung offener Fragen im Weg.

Nun gesellt sich zu unserer Freude mit www.kiva-deutschland.org eine weitere deutschsprachige Internetseite dazu, welche sich die Verbreitung des Konzeptes von Kiva in Deutschland zur Aufgabe gemacht hat. Ich habe mit Thomas Krohn, dem Initiator und Betreiber von kiva-deutschland.org, über die neue Webseite gesprochen.

Die Idee zu der Webseite entstand nicht sofort. Mit Kiva haben sich er und seine Frau Marion bereits seit mehr als zwei Jahren beschäftigt. Thomas Krohn bietet zudem gelegentlich Schülerseminare zum Thema Entwicklungszusammenarbeit an Schulen an, in welchem sich Kiva.org als gutes Beispiel für persönliches Engagement einbauen lässt. Mit wenig finanziellen Mitteln viel bewegen zu können und die Nutzung des Mediums Internet dafür kommt speziell bei den jungen Menschen sehr gut an.  Thomas Krohn erklärte, es sei für ihn dennoch immer wieder eine Herausforderung, Interessenten die Idee von Kiva und die zugehörige englischsprachige Webseite schmackhaft zu machen. Das Vetrauen in das Projekt würde weiter gestärkt werden, wenn man auch ohne Fremdsprachenkenntnisse die Webseite lesen und die Inhalte verstehen könnte.
So traf er gemeinsam mit seiner Frau die Entscheidung, eine Webseite ins Leben zu rufen, welche die sprachlichen Hürden für den Umgang mit Kiva senkt. Die Umsetzung war eine Sache von ca. 14 Tagen, bis die aktuelle Version online gehen konnte.

Auf der Webseite kann man sich einen Überblick über die Prozesse bei Kiva anhand schöner Grafiken und gut verständlicher Texte verschaffen. Einige der Inhalte basieren auf Material, welches direkt im Kiva Office in San Francisco von Nina Cieslak für den deutschsprachigen Raum erstellt wurde. Dank des Einsatzes der seit Anfang des Jahres verfügbaren Schnittstelle (Kiva API) zu den Daten auf dem Kiva-Server, wird die Webseite auch mit Informationen zu aktuellen Darlehen oder den Field Partners (MFI) versorgt. Der Umfang an abrufbaren Informationen wird laut Kiva.org perspektivisch auch noch weiter ansteigen.

kiva-germany.de und kiva-deutschland.org werden sich in den kommenden Monaten weiter vernetzen, um möglichst vielen Interessenten den Weg zu Kiva zu ebnen. Inzwsichen sind die aktuellsten Nachrichten aus dem Blog und dem Forum unserer Seite auch auf der Webseite von kiva-deutschland.org verlinkt.

An dieser Stelle vielen Dank an Thomas und Marion Krohn für ihr Engagement und auf weiterhin gute Zusammenarbeit … und natürlich viel Erfolg bei der nun hoffentlich einfacheren Akquisition neuer Kiva-Nutzer. 🙂